Über uns

Hallo und herzlich willkommen. Ich bin Oma Hildegard Brunner. Seit über fünfzig Jahren koche und backe ich im bayerischen Voralpenland für meine Familie — so, wie es mir meine eigene Großmutter am Küchentisch beigebracht hat. Für mich ist ein gutes Essen nie nur ein Rezept, sondern ein Stück Heimat, das von einer Hand in die nächste weitergeht. Diese Seite ist meine Art, das weiterzugeben, was ich über die Jahre gelernt habe — aus dem Notizbuch, das mich nie verlässt.

Die Küche meiner Großmutter

Ich bin auf einem Hof im Voralpenland groß geworden, in einem Haus, in dem die Küche das Herz von allem war. Der Holzofen war schon vor Sonnenaufgang warm, und es roch nach frischem Brot, bevor ich überhaupt die Augen aufgemacht hatte. Als Kind war es meine Aufgabe, die Eier aus dem Stall zu holen und den Teig zu rühren, bis mir der Arm wehtat. Meine Großmutter hat nie mit dem Finger gezeigt — sie hat mir den Kochlöffel in die Hand gedrückt und mich einfach machen lassen.

Erst viel später habe ich verstanden, was für eine seltene Schule diese Küche war. Dort habe ich gelernt, ein Rezept mit den Augen und den Händen zu lesen statt mit der Waage: eine Prise Salz nach Gefühl, den richtigen Moment am Duft zu erkennen, den Teig an seiner Festigkeit. Nichts stand in einem Buch; alles wurde von Hand zu Hand weitergegeben, so wie früher — und genau so erzähle ich es heute noch am liebsten.

Ein Leben lang am Herd

Mein Leben lang habe ich für die Menschen gekocht, die ich liebe: den Sonntagsbraten für die ganze Familie, den Kuchen zu jedem Geburtstag, das Eingemachte im Herbst, wenn die Speisekammer für den Winter gefüllt werden musste. Ich war nie Köchin von Beruf; ich war Tochter, Enkelin und Nachbarin von Menschen, die es verstanden, und ich habe alles in ein Heft geschrieben, das schon bei seinem dritten Umschlag angekommen ist.

Zeit und Geduld, meine besten Zutaten

Eine gute Mehlspeise lässt sich nicht hetzen. Ich habe gelernt, dem Teig seine Ruhe zu lassen, den Ofen in Frieden seine Arbeit tun zu lassen und nicht ständig die Tür aufzumachen. Die besten Gerichte sind oft die, die stundenlang leise vor sich hin köcheln, während sich das Haus langsam mit ihrem Duft füllt.

Wenn es in meiner Küche eine Philosophie gibt, dann ist es die Geduld. Jedes Gericht hat seine Stunde, und der Herd lehrt uns zu warten: Der Braten wird nicht schneller zart, nur weil man Hunger hat, und der Hefeteig geht erst auf, wenn er so weit ist. Mit uns Menschen, das kann ich dir versichern, ist es genau dasselbe.

Meine kleinen Freuden im Alltag

Am frühen Morgen setze ich mir zuerst eine Kanne Kaffee auf und überlege in aller Ruhe, was an diesem Tag auf den Tisch kommt. Ich wechsle über den Zaun ein paar Worte mit den Nachbarn, gebe ein Glas Marmelade weiter und schreibe am Abend in mein Heft, was gut gelungen ist und was ich beim nächsten Mal anders mache. Es sind kleine Gewohnheiten, aber aus ihnen ist eine Küche gemacht — und ein Leben.

Was du hier findest

Zwischen Sonntagsbraten, Hefezopf und dem Eingemachten aus der Speisekammer gibt es immer etwas zu erzählen. Ich teile hier meine Rezepte so, wie ich sie selbst gelernt habe: ohne Schnickschnack, Schritt für Schritt und mit den kleinen Handgriffen, die in keinem Buch stehen.

Wenn meine Worte dich ein wenig auf deinem eigenen Weg begleiten, freut mich das von Herzen. Und wenn du mir ein paar Zeilen schreiben möchtest, findest du alles Nötige auf der Kontaktseite. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

— Oma Hildegard, aus dem Voralpenland